Österreichtagung der Ständigen Diakone in Wien, Don-Bosco-Haus

Fotos der Diakonentagung unter: http://fotoserver.klauninger.info/index.php?level=collection&id=7 und unter: http://fotoserver.klauninger.info/presse/

 


Etwa 170 Ständige Diakone aus allen österreichischen Diözesen gemeinsam mit ihren Frauen haben sich über die Rolle des Diakons in der zukünftigen sozialen Gestalt der Kirche beraten. Die Tagung, die alle zwei Jahre abgehalten wird, fand vom 21. bis 23. Oktober 2011 im Don Bosco Haus statt.

Heute das Evangelium verkünden
Die Tagung stand unter dem Thema "Wofür steht er? - Der Diakon in der zukünftigen sozialen Gestalt der Kirche - von den Chancen eines prekären Amtes". Beim Impulsreferat hatte der Grazer Pastoraltheologe Rainer Bucher die Thematik, wie die Diakone heute die Kirche mitgestalten, ins Zentrum gestellt. Er stellte fest, dass gerade der globale Markt, die neue Choreografie der Geschlechterverhältnisse, wie auch die neuen Medien nicht nur die Gesellschaft verändern, sondern auch für die Kirche grundlegende Herausforderungen darstellen. "Weitgehend unbemerkt wurden unter der Benutzeroberfläche der Kontinuität gesellschaftlich neue Programme installiert, welche die Basis unserer Existenz verändern", so Bucher. Er skizzierte Möglichkeiten der Kirche, um unter den geänderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen den Menschen heute die befreiende Botschaft des Evangeliums weiterschenken zu können.

Bucher ermutigte die Diakone in ihrem Dienst neue Entwicklungen abseits traditioneller Wege zu initiieren. Es gehe um Impulse für eine zukunftsweisende Verkündigung der Botschaft von Befreiung, Erlösung und Umkehr durch kreative Konfrontation von Evangelium und persönlicher Existenz in die Kirche einzubringen, so Bucher.

Besuch bei vier Modellgemeinden
Die unterschiedlichen Dienste der Diakone standen bei Besuchen in vier "Modellgemeinden" in der Erzdiözese Wien zur Diskussion. Weihbischof Anton Leichtfried (Diözese St. Pölten) besuchte mit einer Gruppe von Diakonen und deren Familien die Bewohner im Caritas-Wohnhaus für ehemals wohnungslose Menschen in der Pfarre Zwischenbrücken. Eine andere Gruppe war bei Diakon Andreas Frank in der Pfarre Neu-Guntramsdorf zu Gast und lernte die Arbeit in der KZ-Erinnerungsstätte (Mauthausenaußenlager) kennen. Ein weiterer Besuch galt dem Caritasprojekt von Diakon Georg Pawlik in der Pfarre Altlerchenfeld. Und die vierte Modellgemeinde, die besucht wurde, war in der Pfarre Endresstraße bei Diakon Peter Feigl.

Gottes- und Nächstenliebe sind verbunden
Der Samstagabend stand im Zeichen der Begegnung mit Kardinal Christoph Schönborn, der sich den Fragen, die in den Gesprächsrunden am Vormittag gesammelt wurden, stellte.

Bei der abschließenden Eucharistiefeier mit dem zuständigen Referatsbischof, dem St. Pöltner Weihbischof Anton Leichtfried in der Pfarrkirche Unter Stankt Veit betonte der Weihbischof in seiner Predigt, dass der Dienst des Diakons am Altar daran erinnert, dass Gottes- und Nächstenliebe verbunden sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

(red)

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